Dokumenten Management und Archivierung GmbH
Dr. Peter Toebak

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Übersicht Rezensionen Bestandserhaltung 2012-2018

Katharina Schuhmann, Jana Moczarski und Manfred Anders, Zum Umgang mit gealterten Papieren. Erläuterungen zu Alterungsmechanismen, Entsäuerungsverfahren und aktuellen Erkenntnissen über die dabei eingebrachte alkalische Reserve

Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, 70 (2017), Heft 1 (Februar), S. 48 - 52

Rezensent Peter Toebak
Welche Risiken sind mit einer hohen oder aber tiefen alkalischen Reserve verbunden? Eine alkalische Reserve ist unerlässlich für die Alterungsbeständigkeit des Papiers bzw. den geringeren Celluloseabbau im Laufe der Zeit. Eine zu hohe bringt in der Regel keinen Mehrwert, schadet aber im Normalfall auch nicht. Unter Umständen wird mechanisch bereits stark geschädigtes Papier jedoch brüchiger (Versteifung durch die Einlagerung anorganischer Partikeln zwischen die Cellulosefasern). Der ISO TS 18344:2015 spricht darum lediglich noch von einem Mindestmass an alkalischer Reserve, nicht mehr von einer Obergrenze. "Die Risiken einer hohen alkalischen Reserve sind demzufolge deutlich geringer als die einer zu niedrigen" (52).

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Almuth Märker: Ist Bestandserhaltung 'old fashioned'? Auseinandersetzung mit einer im Raum stehenden Behauptung

Bibliotheksdienst. Organ der Bibliothek & Information Deutschland (BID), 51 (2017), Heft 2 (Februar), S. 150 - 161

Rezensent Peter Toebak
Die Frage liegt vor, ob es die Bestandserhaltung auch im digitalen Zeitalter noch braucht. Die Autorin ist klar: "Das Original wollen wir erhalten: die Drucke der frühen Neuzeit, die Gelehrtennachlässe des 19. Jahrhunderts, die Stammbücher als Beispiel für handschriftliche Überlieferung weit nach der Erfindung Gutenbergs, die Künstlerbücher des 20. Jahrhunderts" (152). Dabei ist es unerheblich, ob Unikate, Mengenschriftgut, Pergament, Hadernpapier oder holzschliffhaltiges Papier betroffen sind. Obwohl die Benutzung digital am Bildschirm stattfindet, "für entscheidende Spezialfragen" bleiben die Handschriften selbst notwendig (161).

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Bestandserhaltungsausschuss der KLA, Empfehlungen zur Erhaltung von analogen Fotomaterialien und audiovisuellen Medien, und Bestandserhaltungsausschuss der KLA, Prävention und Behandlung von Schädlungsbefall in Archiven

Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, 69 (2016), Heft 4 (November), S. 352 - 360

und

Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, 69 (2016), Heft 4 (November), S. 361 - 366

Rezensent Peter Toebak
Im ersten Beitrag kommt die Komplexität der Erhaltung audiovisueller Materialien nach vorne. Eine gewisse Vereinfachung der Dokumentationseinheiten, nach dem Konzept der signifikanten Eigenschaften, und eine Protokollierung der getroffenen Massnahmen, inklusive Aufzeichnung der möglichen Verluste, sind geboten.

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Bert Jacek, Neue Untersuchungsmöglichkeiten zur Sichtbarmachung verblasster historischer und moderner Schreibmittel an der TH Köln

Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, 69 (2016), Heft 4 (November), S. 348 - 352

Rezensent Peter Toebak
Jacek stellt einige Beispiele vor, wie unleserliche Schriftzüge und Unterschriften moderner verblasster Farbmittel wieder lesbar gemacht werden können.

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Mario Glauert, Johannes Kistenich-Zerfass und Peter K. Weber: Verwendung von alterungsbeständigem Papier in Öffentlichen Verwaltungen. Positionspapier von ARK und BKK

Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, 68 (2015), Heft 1 (Februar), S. 38 - 40

Rezensent Peter Toebak
Die Autoren betonen, dass nur Papier nach DIN EN ISO 9706 für den dauerhaften Erhalt ausreicht (Festigkeit, Alkalireserve, Oxidationsbeständigkeit, pH-Wert). Die Norm 6738 zu Lebensdauerklassen von Papier und Karton hingegen genügt nicht. Das vorhandene Lignin löst Oxydation aus, z.B. auch beim Zusatz einer hohen alkalischen Reserve in Recycling-Papieren.

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Ulrike Müller und Stephanie Schröder: Restauratorisches Pilotprojekt 'Serielle Bearbeitung Amt Chemnitz' im Archivzentrum Hubertusburg

Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, 67 (2014), Heft 1 (Februar), S. 23 - 31

Rezensent Peter Toebak
Der Artikel legt transparent dar, wie Archivmaterial aus dem 18. und 19. Jahrhundert seriell bzw. im Regelbetrieb behandelt werden kann. Es geht um 127 Laufmeter Hadernpapier, das mehrheitlich mit Eisengallustinte beschrieben ist. Tintenfrass und Schimmelschaden sind ersichtlich und müssen verholfen werden.

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Johanna Kraemer: Bauphysikalische Raumluft-Parameter in Magazinräumen. Entwicklung eines Messverfahrens zur Bestimmung klimatisch kritischer Bereiche am Beispiel des Landesarchivs NRW

Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, 66 (2013), Heft 2 (Mai), S. 173 - 182

Rezensent Peter Toebak
Die Autorin betont, dass die relative Feuchtigkeit und die Temperatur von einer komplexen Wechselwirkung zwischen Bausubstanz, Aussenklima, Heizanlage, RLT-Anlage (Raumlufttechnik), Masse des Schriftguts und Gebäudenutzung abhängen. Messsystem, Messverfahren und Messpunktpositionierung erhalten zur präventiven Konservierung darum grosses Gewicht.

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