Dokumenten Management und Archivierung GmbH
Dr. Peter Toebak

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Übersicht Rezensionen Bewertung und Kassation 2012-2018

Elke Koch, Bewertungsautomat statt Autopsie

Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, 70 (2017), Heft 2 (Mai), S. 173 - 177

Rezensent Peter Toebak
Der Artikel macht klar, dass Fachverfahren mit Massendaten und -akten sich mehr oder weniger stark "automatisch" bewerten lassen. Datenbankgestütztes Filtering setzt auf vordefinierte, anpassbare SQL-Abfragen nach quantitativen und qualitativen Kriterien und richtet sich auf gezielte Selektion von Beteiligten, Verfahrensabläufen, betroffenen Sachgebieten usw.

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Brigitta Nimz, Sammlungsqualifizierung im Staatsarchiv Bremen

Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, 70 (2017), Heft 1 (Februar), S. 41 - 47

Rezensent Peter Toebak
Im ersten Teil des Artikels hält die Autorin manche interessante Sicht von Archivtheoretikern fest. Adolf Brenneke fand Sammlungsschriftgut für Archive z.B. relevant, weil es ergänzend und erschliessend wirken konnte. Museen und Bibliotheken sind hier mit ihren enzyklopädisch angelegten Kollektionen grosszügiger.

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Gilliane Kern (Hg.): Vernichten um zu bewahren?

Arbido, 31 (2016), Heft 3 (September), 52 Seiten

Rezensent Peter Toebak
Die Themennummer enthält mehrere Beiträge, die auch dem Records Management nützlich sind. So schreibt Thomas Neukom (12-14), dass der Unterschied zwischen Kassation und Aufbewahrung nicht nur logistisch und infrastrukturell motiviert ist, sondern dass er vor allem auch eine logische Komponente hat. Denn ohne Informationsverdichtung gibt es keinen Überblick und - so füge ich hinzu - keine Datensicherheit. Der Übergang vom Primärwert zum Sekundärwert führt zur Zweckänderung der Daten.

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Klaus Nippert, e.a., Archivisches Dokumentationsprofil für Studierendendaten aus elektronischen Fachverfahren (Fachgruppe Archive der Hochschulen und wissenschaftlichen Institutionen des VdA, März 2016)

Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, 69 (2016), Heft 3, (Juli), S. 249 - 257

Rezensent Peter Toebak
Das vorgestellte Dokumentationsprofil enthält Hinweise und Überlegungen zur Orientierung über den Umgang mit Fachverfahren (Fachapplikationen, Fachanwendungen). Sie leuchten ein. Insbesondere der Hinweis auf das Performance-Modell hat in Anbetracht des ursprünglichen Handlungs- und Entstehungskontexts der Systeme Bedeutung: Die Mitarbeitenden sehen im Arbeitsalltag nie das Gesamtsystem oder benutzen die volle Funktionalität, sie arbeiten immer nur mit Systemteilen, Datensichten und spezifischen Funktionen.

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Andreas Pilger: Bewertung elektronischer Fachverfahren. Diskussionspapier des VdA-Arbeitskreises Archivische Bewertung

Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, 68 (2015), Heft 1 (Februar), S. 89 - 92

Rezensent Peter Toebak
Das Diskussionspapier enthält zwölf Stellungnahmen. Sie umreissen auf gute Weise das Problemfeld. Ich behandle die grundsächlichsten. "Fachverfahren sind im Kern Datenbanken. Sie verwalten Informationen zu Objekten der realen Welt (z.B. zu Personen oder Dingen). Diese Objekte werden Entitäten genannt. Sie werden in der Datenbank durch Attribute/Eigenschaften (z.B. Name, Wohnort, Beruf einer Person) näher bestimmt" (90). Fachverfahren (Fachapplikationen oder Fachanwendungen) können mit Quell- oder Zieldokumenten bzw. mit anderen digitalen Objekten verknüpft sein.

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Robert Kretzschmar: Absichtlich erhaltene Überreste. Überlegungen zur quellenkundlichen Analyse von Archivgut

Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, 67 (2014), Heft 3 (Juli), S. 265 - 269

Rezensent Peter Toebak
Der Autor hält zu Recht an der Zweiteilung "Überrest" - "Tradition" zur Abgrenzung des Archivguts vom Dokumentations-/Sammlungsgut fest. Nach ihm ist Archivgut prozessgebunden.

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Frank M. Bischoff: Bewertung elektronischer Unterlagen und die Auswirkungen archivarischer Eingriffe auf die Typologie zukünftiger Quellen

Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, 67 (2014), Heft 1 (Februar), S. 40 - 52

Rezensent Peter Toebak
Nachdem der Autor die deutsche Bewertungsdiskussion zusammengefasst und die Basisansätze auf die Reihe gebracht hat, geht er der Frage nach, ob diese sich bei der Überlieferungsbildung elektronischer Ablagen geändert haben.

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Anke Stösser: Das Hessische Archivierungsmodell für Unterlagen der Finanzämter

Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, 67 (2014), Heft 1 (Februar), S. 68 - 71

Rezensent Peter Toebak
Die Autorin stellt ein Überlieferungsmodell vor, das für eine Oberfinanzdirektion mitsamt untergeordneten Finanzämtern gelten soll. Es geht dabei einerseits um Steuerfalllisten, die "mittels der bewussten Auswahl von Steuerpflichtigen sowohl das Typische als auch das Besondere der jeweiligen Region bzw. des jeweiligen Finanzamtsbezirks dokumentieren und abbilden" (69).

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Thomas Neukom: Gibt es gute Buchstaben? Untersuchung zur Eignung bestimmter Buchstaben für Klumpenstichproben

Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, 67 (2014), Heft 1 (Februar), S. 64 - 67

Rezensent Peter Toebak
Neben Vollarchivierung und Vollkassation lassen sich spezifischere Auswahlmethoden des Archivmaterials vornehmen. Der Autor spricht für das Staatsarchiv Zürich und nennt: qualitatives Sampling, namentlich Archivierung von Mustern und inhaltliche Auswahl von Dossiers nach bestimmten Kriterien; quantitatives Sampling, namentlich systematische Stichproben (jeder x-te Fall) und Klumpenstichproben (jeder 5. Jahrgang bei chronologischen Ablagen, Buchstabe B bei alphabetischen Ablagen).

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Martin Willems: Kassation im Literaturarchiv. Praxis oder Tabu?

Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, 66 (2013), Heft 2 (Mai), S. 165 - 168

Rezensent Peter Toebak
Der Autor stellt das Bewertungs- und Kassationsverfahren bei Nachlässen und Autographen vor, nachdem er die Begriffe Kassation, Nachkassation, Archivwürdigkeit und Bewertung erklärt hat. Vier Bestandsgruppen lassen sich erkennen: Werkmanuskripte, Korrespondenz, Sammlungsmaterial und Lebensdokumente.

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Andreas Pilger: Ein neues Positionspapier des VDA-Arbeitskreises 'Archivische Bewertung' zur Überlieferungsbildung im Verbund

Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, 65 (2012), Heft 1 (Februar), S. 6 - 11, 107

und

Stefan Sudmann: Überlegungen zur archivspartenübergreifenden Überlieferungsbildung aus nichtamtlichen Unterlagen

Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, 65 (2012), Heft 1 (Februar), S. 12 - 19

und

Martin Schlemmer: Rechtliche Aspekte einer Überlieferungsbildung im Verbund

Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, 65 (2012), Heft 1 (Februar), S. 20 - 32

Rezensent Peter Toebak
Das Positionspapier, wie von Andreas Pilger dargestellt, leuchtet ein. Eine kombinierte Anwendung von Dokumentationsprofil (Lebensbereiche, Priorisierung geeigneter Registraturbildner) sowie von Primat des Struktur- und Prozesswissens innerhalb der einzelnen Provenienzen ist ad hoc und systematisch möglich, natürlich bei Ergänzungsdokumentation, jedoch auch für homogene Records-Serien (Unterlagengruppen) im Rahmen der vertikalen und horizontalen Bewertung.

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