Dokumenten Management und Archivierung GmbH
Dr. Peter Toebak

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Übersicht Rezensionen Mikroverfilmung und elektronische Archivierung 2002-2006

Thomas Parschik: Durchführung von Digitalisierungsprojekten in Bibliotheken

Bibliotheksdienst. Organ der Bundesvereinigung deutscher Bibliotheksverbände (BDB), 40 (2006), Heft 12 (Dezember), S. 1421 - 1443

Rezensent Peter Toebak
Der Artikel basiert auf einer Diplomarbeit und behandelt kursorisch alle relevanten Aspekte eines Digitalisierungsprojekts. Die Projektplanung, die Wirtschaftlichkeit, das konkrete Vorgehen, die Formatvorgaben, die (parallele) Sicherheitsverfilmung, die Auflösung und Farbtiefe, die Qualität und Technik des Scanners, die Aufbewahrung, die formale und inhaltliche Erschliessung, die Indexierung, das OCR-Verfahren, die strukturierte Ablage, der Schutz der Objekte und das Urheberrecht kommen alle zur Sprache. Vieles ist natürlich nicht neu, als Einstiegs- und auch als Wiederholungsliteratur in die Materie ist der Artikel dennoch wertvoll.

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Ulrich Niess, Michael Wettengel und Robert Zink: Digitalisierung von archivischem Sammlungsgut. Empfehlung der Bundeskonferenz der Kommunalarchive beim deutschen Städtetag

Der Archivar. Mitteilungsblatt für deutsches Archivwesen, 59 (2006), Heft 4 (November), S. 323 - 329

Rezensent Peter Toebak
Die Autoren behandeln organisatorische und technische Bedingungen für erfolgreiche Digitalisierungsprojekte bei archivischem Sammlungsgut. Als konstituierende Beispiele nennen sie Ansichtskarten, Bilder, Zeitungsausschnitte, Siegel-, Grafik- und Münzsammlungen sowie Autografen. Die digitalen Ton- und Filmaufzeichnungen bleiben ausgeklammert, weil hier die technischen Standards noch nicht ausdiskutiert sind und feststehen. Die präsentierten technischen Voraussetzungen scheinen mir am interessantesten.

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Ulrich Fischer und Wilfried Reininghaus: DFG-Vorstudie 'Retrokonversion archivischer Findmittel'. Die wichtigsten Ergebnisse des Projekts

Der Archivar. Mitteilungsblatt für deutsches Archivwesen, 59 (2006), Heft 4 (November), S. 329 - 333

Rezensent Peter Toebak
Das deutsche Archivwesen ist auf gutem Wege, den Rückstand bei der Digitalisierung maschinenschriftlicher Findmittel (allmählich) wett zu machen. Bereits 1997 war der allgemeine Wunsch, "in einer voraussehbaren Zukunft 100% der Beständeübersichten, 10% der Findmittel und 1% des Archivguts digital vorzuhalten" (329). Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt das Vorhaben mittlerweile tatkräftig. Die gesamten Kosten werden heute auf 9,7 Mio Euro für 6 Mio Datensätze geschätzt.

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Reinhard Altenhöner: Die Last des Erbe(n)s. Langzeitarchivierung und -verfügbarkeit als strategische Aufgabe im BMBF-Projekt 'Kooperativer Aufbau eines Langzeitarchivs digitaler Informationen (kopal)'

Nachrichten für Dokumentation (NfD). Zeitschrift für Informationswissenschaft und -praxis, 57 (2006), Nr. 4 (Mai/Juni), S. 197 - 202

Rezensent Peter Toebak
Das deutsche Projekt kopal ist auf drei Jahre ausgelegt. Der Artikel bringt Ausgangspunkte, Partner, Ziele, Programm und Zukunft zur Sprache. Das Projekt gilt als praxisorientiertes Pendant des eher theoretisch orientierten Projekts nestor, wobei es zuallererst um ein Kompetenznetzwerk für die Langzeitarchivierung geht. Die kopal-Partnerschaft strebt ein Betriebsmodell und den Einsatz von praktischen Tools an.

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Rüdiger Schneemann: Digitales Archiv der TU Berlin. Übergang auf OPUS und URN

Nachrichten für Dokumentation (NfD). Zeitschrift für Informationswissenschaft und -praxis, 57 (2006), Nr. 1 (Januar/Februar), S. 41 - 43

Rezensent Peter Toebak
Der Autor behandelt in einigen Seiten, was es für eine Organisation braucht, als "trusted repository" und "trusted portal" auftreten zu können. Er gibt eine klare Synopsis in Bezug auf das Vorgehen bei einer Universitätsbibliothek.

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Jean-Daniel Zeller (Hrg.): Der VSA und die archivischen Normen und Standards / L'AAS et les normes et standards archivistiques

Arbido, 19 (2004), Nr. 5 (Mai), S. 42 - 59

Rezensent Peter Toebak

Die Bedeutung von Standards und Normen im Bereich Records Management und Archivierung wird heute nicht mehr angezweifelt. Regelwerke und Strukturierung entwerten die geltende Archivpraxis nicht, obwohl, wie Andreas Kellerhals betont (42-43), Kompromisse angesichts der Vielförmigkeit und der Tradition der Erschliessung unvermeidlich sind. Qualität, Professionalität, Effizienz und Transparenz basieren auf einer fachgerechten und konsequenten Anwendung von Normen und Standards.

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Andrea Heist: Vom Farbdigitalisat zum Farbsicherheitsfilm. Neue Wege in der Kulturgutsicherung. Bericht vom Pilotprojekt und Kolloquium in Weimar

Bibliotheksdienst. Organ der Bundesvereinigung deutscher Bibliotheksverbände (BDB), 38 (2004), Heft 1 (Januar), S. 71 - 75

Rezensent Peter Toebak
Im Artikel wird ein Projekt der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar behandelt, wobei in 1. Instanz Farbdigitalisate von Druckwerken und Handschriften erstellt und in 2. Instanz in analoge Sicherheitsfilme umgesetzt werden. Die mittels Farblaser ausbelichteten Mikrofilme erreichen eine hohe Qualität, digitale Arbeitskopien kommen vorhanden und eine Redigitalisierung des Filmmaterials kann später auf Wunsch problemlos erfolgen.

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Thomas Stäcker: Schonendes Verfahren zur Reproduktion alter Drucke. Der Wolfenbütteler Buchspiegel

Bibliotheksdienst. Organ der Bundesvereinigung deutscher Bibliotheksverbände (BDB), 38 (2004), Heft 1 (Januar), S. 76 - 79

Rezensent Peter Toebak
Im Artikel handelt es sich um einen Buchspiegel, welcher digitale Kamera-Aufnahmen alter Druckwerken mit einer Öffnungswinkel von 45° zulässt. Beschädigungen von Heftung, Bundmaterial, Einbandrücken und Gelenken können auf diese Weise optimal verhindert werden. Die seitenverkehrten Aufnahmen müssen durch die Grafiksoftware zurückgespiegelt werden.

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Michael Lautenschlager und Irina Sens: Konzept zur Zitierfähigkeit wissenschaftlicher Primärdaten

Nachrichten für Dokumentation (NfD). Zeitschrift für Informationswissenschaft und -praxis, 54 (2003), Nr. 8 (Dezember), S. 463 - 466

Rezensent Peter Toebak
Es ist bekannt, dass Datendokumentationen, die als fachliche Grundlage von Publikationen oder Berichten dienten, oft schlecht dokumentiert und disparat verwaltet werden. Ihre Langzeitsicherung und Zugänglichkeit werden in den meisten Fällen den beteiligten Wissenschaftlern überlassen. Das Spannungsfeld zwischen geistigem Eigentum (Urheberrecht) und freiem Zugang für den wissenschaftlichen Diskurs ist nicht explizit geregelt.

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Anton Heer: Hightech versus dauerhafte Archivierung?

Arbido, 18 (2003), Nr. 3 (März), S. 10 - 12

Rezensent Peter Toebak
Der Autor signalisiert das "wachsende Problembewusstsein" (nota bene: bei Archivaren!) "bezüglich der elektronischen Langzeit-Datenhaltung" (10). Sein Artikel ist meiner Ansicht nach eher der Beweis dafür, dass auch Nicht-Archivare sich allmählich mit dieser interessanten Herausforderung befassen zu beginnen. Dies ist erfreulich, würde aber auch die Perzeption der Archivistik in Bezug auf die E-Archivierung voraussetzen. Erspart man sich dies, ist die Gefahr gross, dass man bereits Gesagtes und Diskutiertes als neu auftischt.

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Peter Keller-Marxer: Digitale Archivierung im Bundesarchiv - Ein Erfahrungsbericht

Arbido, 18 (2003), Nr. 3 (März), S. 13 - 15

Rezensent Peter Toebak
Der konzeptionelle Ansatz und das Vorgehen der Fachstelle ARELDA (Archivierung Elektronischer Daten und Akten) des Schweizerischen Bundesarchivs, wie vom Autor behandelt, überzeugen. Er skizziert die frühere Problem- und Wirkungsanalysen im E-Umfeld als ungenügend, weil das Fachwissen für Archivinformatik fehlte. Erschwerender Faktor ist, abgesehen vom sehr langfristigen Zeithorizont, dass ein Archiv nie "die vollständige Kontrolle über die Unterlagenproduktion" hat und oft einfach abwarten muss, was es an "Typen und Parameter" erhält (14).

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Stephan Heuscher und Peter Keller-Marxer: XML - Ein strategisches Instrument für Archive?

Arbido, 18 (2003), Nr. 3 (März), S. 16 - 18

Rezensent Peter Toebak
XML wird heutzutage breit eingesetzt. Zwischen originären Softwareanwendungen und Archivapplikationen "bestehen [im Datenbankbereich] keine grundsätzlichen technischen Barrieren mehr" (16). Import und Export von XML-Daten wird zunehmend unterstützt. Doch damit ist nicht alles gesagt. Die XML-Definition ist nicht für die Langzeitarchivierung entwickelt und im Gegensatz zu HTML, wenigstens im Ansatz, gibt es bei XML nicht nur ein Format.

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René Quillet: Archivierung einer Datenbank am Beispiel der Jugendanwaltschaft BL

Arbido, 18 (2003), Nr. 3 (März), S. 22 - 23

Rezensent Peter Toebak
Der Autor macht klar, dass Langzeitarchivierung digitaler Objekte durchaus von einem mittelgrossen Archiv als Normalaufgabe bewältigt werden kann. Er will mit dem Artikel "etwas zur Entmystifizierung der Langzeitarchivierung" beitragen (22). Es kommt letztendlich darauf an, mit technischem und archivischem Wissen einen reellen Anfang zu machen und so eine Basis für weiteres Vorgehen zu schaffen, später wahrscheinlich mit Einbezug des XML-Formats.

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Andres Imhof und Matthias Schulz: ProPrint: Schnittstelle für ein Qualitätsmanagement digitaler Dokumentenbestände. Zusätzlicher Nutzen eines Print-on-Demand-Webservices

Bibliotheksdienst. Organ der Bundesvereinigung deutscher Bibliotheksverbände (BDB), 37 (2003), Heft 3 (März), S. 348 - 354

Rezensent Peter Toebak
Der Artikel macht klar, dass Print-on-Demand z.T. die gleichen Anforderungen stellt wie digitale Archivierung. Metadaten-Standards sind erforderlich (z.B. das Open Archives Protocol for Metadata Harvesting, OAI), damit "homogen" auf die Primärdaten, öfters in heterogenen Systemen vorliegend, zugegriffen werden kann. Der Dokumentenaustausch stellt ausserdem Qualitätsanforderungen bezüglich Formate. Das PDF-Format weist gerade in diesem Zusammenhang gute und praktikable Eigenschaften auf. Doch ist die Konversion in das PDF-Format nicht immer fehlerfrei oder kann sie strikt genommen ohne "vorgeschaltete gründliche Kontrolle" (353) vonstatten gehen.

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Rudolf Gschwind: Digitale Archivierung von fotografischen Sammlungen

Arbido, 17 (2002), Nr. 6 (Juni), S. 14 - 15

Rezensent Peter Toebak
Der Autor fasst die wesentlichen Punkte einer sehr lesenswürdigen Publikation über die Langzeitarchivierung digitaler Bilder zusammen, welche er mit Lukas Rosenthaler vor kurzem erstellt hat. Informationsverluste können auf vielen Ebenen stattfinden: unzureichende Metadaten, unverständliche Dateiformate, unlesbare Datenträger-Formate, altmodische Lesegeräte und beschädigte oder veraltete Medien als physische Objekte. Dabei ist festzuhalten, dass der Informationsverlust im Normalfall vollständig wird, sobald auf einer der Ebenen unseriös gehandelt wird. "Es gibt in der digitalen Domäne keinen kontinuierlichen Zerfall" (14).

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Ulf Rathje: Technisches Konzept für die Datenarchivierung im Bundesarchiv

Der Archivar. Mitteilungsblatt für deutsches Archivwesen, 55 (2002), Heft 2 (Mai), S. 117 - 120

Rezensent Peter Toebak
Der Artikel bespricht das technische Konzept des deutschen Bundesarchivs für die Langzeitarchivierung archivwürdiger Daten. Es wird ersichtlich, dass im Laufe der Zeit unterschiedliche Datenträgertypen verwendet wurden. So war 9-Spur-Magnetband in der "Grossrechnerwelt" (Hosts) das Standard-Speichermedium, während mit der Verbreitung der PCs am Ende der 1980er Jahre Disketten Einzug hielten.

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Robert Zink: Handreichung der Bundeskonferenz der Kommunalarchive beim Deutschen Städtetag zur Archivierung und Nutzung digitaler Unterlagen in Kommunalarchiven

Der Archivar. Mitteilungsblatt für deutsches Archivwesen, 55 (2002), Heft 1 (Februar), S. 16 - 18

Rezensent Peter Toebak
Das Dokument wurde von einem EDV-Archivausschuss erarbeitet und wird als "vorläufiges Zwischenergebnis" für den Umgang mit digitalen Unterlagen publiziert. Es geht um eine Leitplanke, beiläufig auch mit einigen konkreten Hinweisen. Obwohl die Handreichung keine Neuigkeiten beinhaltet, ist es sinnvoll, dass solche Instrumente erstellt werden.

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