Dokumenten Management und Archivierung GmbH
Dr. Peter Toebak

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Übersicht Rezensionen Ordnen und Erschliessen 2007-2011

Stefan Paal und Stefan Eickeler: Automatisierung vom Scan bis zum elektronischen Lesesaal

Information, Wissenschaft & Praxis (IWP). NADOAW, 62 (2011), Nr. 8 (November/Dezember), S. 351 - 354

und

Vera Münch: Herz und Hirn für die Deutsche Digitale Bibliothek

Information, Wissenschaft & Praxis (IWP). NADOAW, 62 (2011), Nr. 8 (November/Dezember), S. 355 - 358

Rezensent Peter Toebak
Im diesmaligen Heft der IWP werden zwei angewandte Forschungsergebnisse des Fraunhofer-Instituts vorgestellt. Das erste betrifft CONTENTUS, wobei auch die Software-Firma ImageWare aus Bonn aktiv ist. Die Lösung stellt Services bereit zur Aufbereitung (Bildoptimierung, Layoutanalyse), Erschliessung (Texterkennung, Entitätenextraktion, Relationserkennung) und Verlinkung (Tagging, externe Quellen, Regelwerke) von zu digitalisierenden Büchern, Zeitschriften und Zeitungen.

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Christian Hänger, Christine Krätzsch und Christof Niemann: Was vom Tagging übrig blieb. Erkenntnisse und Einsichten aus zwei Jahren Projektarbeit

Bibliotheksdienst. Organ der Bibliothek & Information Deutschland (BID), 45 (2011), Heft 5 (Mai), S. 465 - 478

Rezensent Peter Toebak
Macht es Sinn, bisher nicht erschlossene Dokumentbestände mittels Tagging freiwillig und faktisch ohne Vorgaben indexieren zu lassen? Die Quantität des Tagging und das Interesse nehmen auf jeden Fall zu, solange grosse, bekannte Tagging-Plattformen in das Bibliothekserschliessungssystem eingebunden werden. Was ist die erreichte Datenqualität im Vergleich zur automatischen Indexierung von Volltexten bzw. zur intellektuellen, manuellen Erschliessung durch Fachreferenten?

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Ingetraut Dahlberg: Information Coding Classification

IWP. Information, Wissenschaft & Praxis, 61, Nr. 8 (November-Dezember 2010), S. 449 - 454

Rezensent Peter Toebak
Die Autorin macht sich stark für die ICC (Information Coding Classification), welche aus den Siebziger Jahren des Zwanzigsten Jahrhunderts stammt. Allenfalls ist das System als "Schaltsystem zwischen den sechs existierenden [z.T. mehr disziplinbezogenen und damit weniger flexiblen] Universalklassifikationen einzusetzen, um sich damit z.B. im Bibliothekswesen sehr leicht über die Bestände orientieren zu können" (451). Insbesondere der Matrixcharakter mit den neun Objektbereichen (Hauptklassen) und den 81 Sachgruppen nach neun Aspekten spricht an.

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Thomas Gross und Manfred Faden: Automatische Indexierung elektronischer Dokumente an der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften

Bibliotheksdienst. Organ von Bibliothek & Information Deutschland (BID), 44 (2010), Heft 12 (Dezember), S. 1120 - 1135

Rezensent Peter Toebak
Automatische Sacherschliessung mittels Schlagwörter (Verschlagwortung) und/oder Notationen (Klassifikation) ist skalierbar und fördert die homogene(re) Indexierung und Strukturierung von Bibliotheksbeständen. Im behandelten Beispiel geht es um die Recommind-Technologie (Decisiv Categorization), wobei die Indexierungsergebnisse in 2. Instanz immer noch intellektuell überprüft werden. Durch statistische Auswertung gemeinsam auftretender Wörter (Themen, Konzepte) in den Dokumentationseinheiten und entsprechendes Trainung (z.B. nach Kombinationsmustern; Abgleich mit den Ergebnissen in der Gesamtdokumentation) liesse sich die manuelle Nacharbeit sogar zunehmend erübrigen.

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Wolfgang G. Stock: Begriffe und semantische Relationen in der Wissensrepräsentation

Nachrichten für Dokumentation (NfD). Zeitschrift für Informationswissenschaft und -praxis, 60 (2009), Nr. 8 (November-Dezember), S. 403 - 420

Rezensent Peter Toebak
Wolfgang G. Stock stellt das methodische Handwerk der Begriffs- und Wissensordnung in der Informationswissenschaft vor, wobei Inhaltswissen (Informationswert) und Benutzersicht im Zentrum stehen. Siehe auch Wolfgang G. Stock und Mechtild Stock, Wissensrepräsentation. Informationen auswerten und bereitstellen (München, 2008), S. 51-89. Der Artikel inspiriert. Manche Elemente lassen sich auch auf das Records Management anwenden. Der Autor behandelt drei: das semiotische Dreieck, den Pragmatismus bei der Erkenntnistheorie und das Frame-Konzept.

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Markus Heckner und Christian Wolff (Hg.): Wissensmanagement mit Social Software

Nachrichten für Dokumentation (NfD). Zeitschrift für Informationswissenschaft und -praxis, 60 (2009), Nr. 4 (Mai-Juni)

Rezensent Peter Toebak
Die Themanummer befasst sich mit der Social Software (Blogs, Wikis, Web 2.0, Unternehmen 2.0). Es werden Parallelen mit Groupware und Collaboration-Software gezogen. Dokumentare bzw. Informationsspezialisten setzten seit jeher hohe Erwartungen in diese Anwendungen. Ob es um mehr als einen weiteren Hype geht, bleibt abzuwarten. Wissensmanagement ist bisher nie wirklich vom Fleck gekommen, es wurde bereits für "tot" erklärt und könnte jetzt ein Revival erleben.

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Jutta Bertram: Social Tagging. Zum Potential einer neuen Indexiermethode

Nachrichten für Dokumentation (NfD). Zeitschrift für Informationswissenschaft und -praxis, 60 (2009), Nr. 1 (Januar-Februar), S. 19 - 26

Rezensent Peter Toebak
Die Autorin behandelt das Social Tagging oder die Folksonomie als neue Indexiermethode im Rahmen des Web 2.0. Was sind die Stärken und was die Schwächen? Ausgangspunkt ist, dass es keine Regeln gibt; das Indexieren ist frei und schafft polydimensionale Sucheinstiege. Alle dürfen 'taggen'. Zweck ist die spätere Wiederauffindung. Objektive Kriterien spielen weniger eine Rolle, höchstens intersubjektive, noch mehr aber subjektive Merkmale.

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Robert Fugmann: Informationstheorie. Der Jahrhundertbluff. Eine zeitkritische Betrachtung (Teil 2)

Nachrichten für Dokumentation (NfD). Zeitschrift für Informationswissenschaft und -praxis, 59 (2008), Nr. 3 (April-Mai), S. 159 - 164

Rezensent Peter Toebak
Fugmann arbeitet seine Sichtweise weiter aus (siehe NfD, 58 (2007), Nr. 8 (November-Dezember), 449-458). Der Unterschied zwischen Technik (Daten- oder noch besser Signalübertragung), Semantik (Bedeutung und Bezeichnung der Nachrichten) und Pragmatik (Nutzbarkeit, Anwendung) ist heute "bon ton" bei den Informationsspezialisten. Als viertes Element kommt noch Struktur (Format, Aufbau und Verlinkung) dazu. Die Dreiteilung basiert auf Claude E. Shannon und Warren Weaver, The mathematical theory of communication (1949). Die Rezeption beim "technisch-orientierten Teil der Informations-Fachwelt" war leider unvollkommen (159). Alles wurde auf die Technik gesetzt, die Ausgangspunkte der Semantik und Pragmatik gingen weitgehend verloren.

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Isabella Peters und Wolfgang G. Stock: Folksonomies in Wissensrepräsentation und Information Retrieval

Nachrichten für Dokumentation (NfD). Zeitschrift für Informationswissenschaft und -praxis, 59 (2008), Nr. 2 (März), S. 77 - 90

Rezensent Peter Toebak
Der Artikel ist auch aus der Sicht des Records Management und der Archivistik interessant. Zwar liegt der Akzent offensichtlich auf der Auswertung, der Bereitstellung, der Referierung, der Indexierung, dem Suchen und dem Auffinden von relevantem Wissen. Es fehlt jeglicher Hinweis auf die Verwaltung oder die Bewirtschaftung.

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Sonja Gust von Loh: Wissensmanagement und Informationsbedarfsanalyse in kleinen und mittleren Unternehmen, Teil 1, Grundlagen des Wissensmanagements, und Teil 2, Wissensmanagement in KMU

Nachrichten für Dokumentation (NfD). Zeitschrift für Informationswissenschaft und -praxis, 59 (2008), Nr. 2 (März), S. 118 - 126 und 127 - 135

Rezensent Peter Toebak
Die Artikel geben eine Übersicht über den Stand des Wissensmanagements an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Viele grundlegende Literatur ist zusammengebracht. Doch bleibt die Autorin an der Oberfläche. So werden mehrere Definitionen von Daten, Informationen und Wissen gegeben, ohne Einheit in die Vielfalt zu bringen. Informationsmanagement wird als IT-Management betrachtet, was auch andere Autoren (zu unrecht) öfters tun.

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Seth Maislin: Cyborg indexing, half-human, half-machine

Nachrichten für Dokumentation (NfD). Zeitschrift für Informationswissenschaft und -praxis, 58 (2007), Nr. 8 (November-Dezember), S. 399 - 401

Rezensent Peter Toebak
Indexierung basiert auf drei Interpretationsebenen: "recognition of value [Bewertung, Nutzung], application of words [Terme, Begriffe], and organization of ideas [hierarchisch, systematisch, numerisch, alphabetisch, alphanumerisch]" (401), ob nun intellektuelle oder maschinelle Bearbeitung erfolgt. Die manuelle oder menschliche Indexierung übertrifft die automatische Indexierung in Qualität; die letzte Methode ist dafür schneller und mächtiger.

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Caroline Diepeveen, Jochen Fassbender und Michael Robertson: Indexing software

Nachrichten für Dokumentation (NfD). Zeitschrift für Informationswissenschaft und -praxis, 58 (2007), Nr. 8 (November-Dezember), S. 413 - 420

Rezensent Peter Toebak
Die Autoren beleuchten, "weshalb Indexieren eine Aktivität des Menschen sein muss und weshalb eine automatische Registererstellung kein zufriedenstellendes Register hervorbringen kann" (413). Indexierer benutzen Computer für ihre Arbeit wie dies auch Übersetzer tun. Trotzdem bleibt "the human intellect (...) very much needed to produce a sensible index. Selection of search terms can't be done by a computer, because context is everything" (413). Software zur Indexierung kann zum Beispiel nicht unterscheiden "between significant and insignificant uses of terms" (414).

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Robert Fugmann: Informationstheorie. Der Jahrhundertbluff. Eine zeitkritische Betrachtung (Teil 1)

Nachrichten für Dokumentation (NfD). Zeitschrift für Informationswissenschaft und -praxis, 58 (2007), Nr. 8 (November-Dezember), S. 449 - 458

Rezensent Peter Toebak
Der Autor prangert die Informationstheorie an (siehe auch NfD, 59 (2008), Nr. 3 (April-Mai), 159-164), insofern sie mehr sein will als "reine Technik der Datenverarbeitung" (Kommunikations- und Nachrichtentechnik oder auch Informatik). Ohne die Verdienste im technischen Bereich zu schmälern, kritisiert er, dass die Informationstheorie hohe Ambitionen hat, ohne jedoch die Mühe zu nehmen, Methoden und Theorien der herkömmlichen Informationswissenschaften zu Rate zu ziehen.

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