Dokumenten Management und Archivierung GmbH
Dr. Peter Toebak

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Übersicht Rezensionen Recht 2012-2018

Mark Alexander Steinert, Stichtag 19. Februar 2017. Zehn Jahre Novelle des Personenstandsgesetzes. Rechtliche und praktische Fragen zur Archivierung von Personenstandsregistern

Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, 70 (2017), Heft 1 (Februar), S. 6 - 8
Rezensent Peter Toebak

Rezensent Peter Toebak
Die Personenstandsregister enthalten in Deutschland Erstschriften, Zweitschriften und Sammelakten. Ihre Einträge werden auf jeden Fall nach 80 Jahren (Ehen, Lebenspartnerschaften), 110 Jahren (Geburten) und 30 Jahren (Sterbefälle) nicht mehr fortgeführt und den zuständigen Archiven nach Jahrgang und Registerart angeboten.

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Karsten Kühnel und Kristina Starkloff, Juristische Kollisionen bei der Archivnutzung? Urheberrecht und Nutzerverhalten im Wissenschaftsarchiv (Bericht Workshop)

Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, 69 (2016), Heft 4 (November), S. 391 - 393

Rezensent Peter Toebak
Während die Verlinkung von der eigenen Website auf die Inhalte einer anderen eine Urheberrechtsverletzung darstellen (Gewinnerzielungsabsicht, Rechteüberprüfung, Einverständnis, Haftung) und auch datenschutzrechtlich Folgen haben kann (Wirkung eines anderen Zugriffsregimes), sieht es bei den historischen Archiven diesbezüglich relativ ruhig und übersichtlich aus.

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Max-Otto Baumann: Privatsphäre als ethische und liberale Herausforderungen der digitalen Gesellschaft

Information, Wissenschaft & Praxis (IWP, NfD), 67 (2016), Heft 1, S. 1 - 6

Rezensent Peter Toebak
Der Autor entwickelt eine interessante Sichtweise. Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung - jede/r entscheidet grundsätzlich selbst, welche Daten er oder sie über sich freigibt - ist ein hohes Rechtsgut, aber (zunehmend) auch illusorisch in der digitalen Informationsgesellschaft. Cybermobbing, Massenüberwachung, Datenprofilierung stehen diesbezüglich ganz quer in der Landschaft.

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Rainer Kuhlen: Die allgemeine Bildungs- und Wissenschaftsschranke im Urheberrecht rückt näher. Kreativität und Innovation werden die Gewinner sein

Information, Wissenschaft & Praxis (IWP, NfD), 67 (2016), Heft 1, S. 51 - 60

Rezensent Peter Toebak
Kuhlen erblickt eine günstige Entwicklung in Bezug auf das Wissenschaftsurheberrecht in der EU und in Deutschland. Im Fall von Bildung und Wissenschaft muss publiziertes Wissen genehmigungsfrei zur Verfügung stehen. Zur Vereinfachung der einschlägigen Handhabung plädiert er auch dafür, wegzukommen von einem System individueller Vergütungen (Individualabrechnung) und auf ein System pauschaler Gesamtverträge überzugehen (Pauschalabrechnung).

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Eric W. Steinhauer: Die Sammlung, Bewahrung und Verwaltung von Netzpublikationen durch Pflichtexemplarbibliotheken in Deutschland

Bibliotheksdienst. Organ der Bibliothek & Information Deutschland (BID), 49 (2015), Heft 12 (Dezember), S. 1101 - 1113

Rezensent Peter Toebak
Der Autor spricht die Nachhaltigkeit der wertvollen Netzpublikationen an. "Es ist überhaupt nicht sichergestellt, dass das, was heute jedermann im Netz lesen kann (oft auch ohne Bibliotheken als Vermittler), in zehn Jahren noch vorhanden sein wird" (1102). Es gibt jedoch rechtliche Probleme zu überwinden, sobald die Datenobjekte nur virtuell, d.h. "trägerlos" vorkommen. Die Bibliothek tritt nämlich dann nicht als Eigentümer mit "klarer gesetzlicher Kontur" (1106) auf, Erwerb und Erhalt erfolgen hingegen über Verfielfältigung, während auch Benutzung nur eingeschränkt, meist gegen Vergütung möglich ist. Weitere gesetzliche Schrankenregelungen im Urheberrecht bzw. die Einräumung von mehr Nutzungsrechten sind in dieser Hinsicht dienlich.

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Sara Marty (Hg.): Herausforderung Urheberrecht / Le défi du driot d'auteur

Arbido, 30 (2015), Heft 2 (August), 48 Seiten

Rezensent Peter Toebak
Das Themaheft wird von Jacques Bühler und Danielle Kaufmann eingeleitet ("Le droit d'auteur. Was regelt das Gesetz, und was fehlt aus Bibliotheks- und Archivsicht?", 5-8). Das Uhrheberrechtsgesetz (URG) setzt auf einen "möglichst gerechten Interessenausgleich" zwischen Urheber, Vermittler und Nutzer (5). Werke (geistige Schöpfungen, mit individuellem Charakter) sind betroffen, keine amtliche Dokumente (ohne Originalität bzw. Individualität). Der Schutz fängt schon bei der Erschaffung an, eine Registrierung oder ein ©-Zeichen ist nicht ausdrücklich gefragt. Er endet 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers bzw. 70 Jahre nach der Erstveröffentlichung, was in der Praxis bis auf eine Pufferfrist von 110-140 Jahren ausufern kann (14).

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Christian Hempel, u.a.: Compliance Management (diverse Artikel)

Information, Wissenschaft & Praxis (IWP, NfD), 65 (2014), Heft 6, S. 307 - 330

Rezensent Peter Toebak
Nicht weniger als vier Artikel befassen sich mit Compliance Management, einer zunehmend wichtigen Disziplin innerhalb von Verwaltung und Unternehmung. Was präsentiert wird, zeigt viel Analogie mit Inhalt und Vorgehen z.B. des bereits älteren Qualitätsmanagements, des Wissensmanagements und der Governance.

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Oliver Hinte und Ruth Katzenberger: Der Berliner Appell. Rechtliche Rahmenbedingungen für die digitale Langzeitarchivierung

Bibliotheksdienst. Organ der Bibliothek & Information Deutschland (BID), 48 (2014), Heft 3-4 (März-April), S. 236 - 247

Rezensent Peter Toebak
Die Autoren sehen mit Blick auf die rechtlichen Möglichkeiten bezüglich der digitalen Aufbewahrung eine positive Tendenz, welche zu mehr Klarheit und Rechtssicherheit führt.

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Isabel Taylor: Archive und die Entwicklung der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung

Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, 67 (2014), Heft 1 (Februar), S. 32 - 39

Rezensent Peter Toebak
Die Entwicklung der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung löste den Spagat zwischen individuellen Datenschutzrechten, wie Recht auf Vergessenwerden (Löschung), Recht auf Berichtigung (Korrektur), informationelle Selbstbestimmung (Schutz der personenbezogenen Daten), Auskunftserteilung und Rückkopplung wegen Datenbenutzung und -weitergabe (explizite Einwilligung, verbesserte Transparenz), einerseits und dem Allgemeinnutzen von Informationen für historische, statistische und andere wissenschaftliche Zwecke andererseits nicht widerspruchsfrei.

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Oliver Waespi: Aspekte des Urheberrechts im Literaturarchiv

Arbido, 28 (2013), Heft 1 (Februar), S. 17 - 19

Rezensent Peter Toebak
Der Autor erklärt anhand der Verwendungskette literarischer Werke die relevanten Aspekte des Urheberrechts. Er macht zunächst den Unterschied zwischen Eigentums- und Urheberrecht klar. Beide Rechte können zusammenfallen, jedoch auch völlig getrennt besessen werden. Beide haben einen hohen Stellenwert und schränken allenfalls andere Rechte ein. Das Archivprivileg ist im digitalen Umfeld momentan liberaler gestaltet als das Katalogprivileg. Werkexemplare bzw. Archivkopien zur Bestandserhaltung und -sicherung sind mittlerweile gestattet, während z.B. Katalog-Enrichment teilweise noch umstritten ist.

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Stephan Lehnstaedt und Bastian Stemmer: Informationsfreiheit. Über die Einsicht in staatliche Dokumente vor deren Archivierung

Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, 66 (2013), Heft 1 (Februar), S. 46 - 48

und

Martina Wiech: Informationsfreiheit. Eine Erwiderung aus archivischer Sicht zum Beitrag von Stephan Lehnstaedt und Bastian Stemmer

Archivar. Zeitschrift für Archivwesen, 66 (2013), Heft 1 (Februar), S. 49 - 50

Rezensent Peter Toebak
Beide Artikel sprechen das Verhältnis zwischen Informationsfreiheit, Datenschutz, Datenvertraulichkeit und Archivzugänglichkeit an. Lehnstaedt und Stemmer betonen, dass wegen der Informationsfreiheit Historiker nicht länger für die jüngste Zeitgeschichte von fachfremden Disziplinen wie Politologie, Soziologie, Statistik usw. und z.B. von Zeitungsartikeln abhängig sind.

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Holger Knudsen: Zum Urheberrechtsschutz von Inhaltsverzeichnissen bei der Kataloganreicherung

Bibliotheksdienst. Organ der Bibliothek & Information Deutschland (BID), 46 (2012), Heft 5 (Mai), S. 425 - 429

Rezensent Peter Toebak
Kataloganreicherung von Bibliotheksobjekten erfolgt zunehmend über die Zugabe von Abbildungen, Tabellen, Tonbeispielen, Vorworten, Klappentexten und vor allem auch Inhaltsverzeichnissen. Der Autor legt überzeugend dar, dass dies auf jeden Fall in Bezug auf die Inhaltsverzeichnisse unproblematisch sei, sowol für gemeinfreie Werke, geschützte deutsche Werke als für geschützte Werke aus dem Ausland.

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Harald Müller: Datenschutz und Persönlichkeitsrecht bei Nachlässen in Archiven

Archiv und Wirtschaft. Zeitschrift für das Archivwesen der Wirtschaft, 45 (2012), Heft 1, S. 5 - 10

Rezensent Peter Toebak
Der Autor gibt eine gute Übersicht über die Möglichkeiten und Unmöglichkeiten für das Archivwesen im Zusammenhang mit dem Datenschutz. Es macht Sinn, zu unterscheiden zwischen veröffentlichten und unveröffentlichten Werken und zwischen eigenhändigen Werken und Werken Dritter. Im ersten und dritten Fall ist die Problematik unerheblich bzw. der Erblasser kann explizit vorentscheiden.

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