Dokumenten Management und Archivierung GmbH
Dr. Peter Toebak

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Übersicht Rezensionen Synergien und Lageanalyse 2002-2006

Andreas Kellerhals: Archive und Memopolitik. Von der verführerischen Kraft des Ungefähren

Arbido, (2006), Heft 1 (April), S. 37 - 44

Rezensent Peter Toebak
Der Titel des Artikels zeigt, dass der Autor als Direktor des Schweizerischen Bundesarchivs mit dem heute diskutierten Konzept der Memopolitik in der Schweiz nicht einig geht. Die Vagheit des Konzepts ist sicher ein Grund dafür, vermutlich aber vor allem die Stoss- und Denkrichtung. Aus dem Artikel können (in meiner Wortwahl) drei Basiserkenntnisse geholt werden:

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Sabine Richter: Vergleich der Formalkatalogisierung in Bibliotheken mit der Verzeichnung in Archiven für ein gemeinsames Datenangebot beider Sparten

Der Archivar. Mitteilungsblatt für deutsches Archivwesen, 59 (2006), Heft 2 (Mai), S. 172 - 176

Rezensent Peter Toebak
Bibliotheken und Archive haben ihre eigenen Regeln der Katalogisierung bzw. Verzeichnung. Doch bestehen bereits längere Zeit auch Gedanken, wenigstens die online Recherche zu kombinieren. Die Autorin geht die Frage nach, "ob die Inhalte der verschiedenen Datenfelder (Kategorien) der bibliographischen Beschreibung bzw. archivischen Verzeichnung ähnlich genug sind, um zusammengefasst werden zu können" (172).

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Marianne Dörr: Mehr Kooperation zwischen Archiven und Bibliotheken. Podiumsdiskussion auf dem 94. Bibliothekartag in Düsseldorf

Bibliotheksdienst. Organ der Bundesvereinigung deutscher Bibliotheksverbände (BDB), 39 (2005), Heft 6 (Juni), S. 826 - 830

Rezensent Peter Toebak
Archive und Bibliotheken bringen manchmal zu wenig Verständnis für einander auf. Beide Institute pflegen das Gedächtnis der Gesellschaft und vermitteln Wissen. Im Kern unterscheiden sie sich aber in entscheidenden Punkten. Terminologische Unklarheiten und Überschneidungen beim Bestandsaufbau, z.B. bei den amtlichen Druckschriften, Nachlässen, Autographen und Zeitungsserien, dürfen hierüber nicht hinwegtäuschen.

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Peter Toebak: Für mehr Synergie und Wissenschaft. Beitrag an Forum "Zukunft / Avenir Arbido"

Arbido, 20 (2005), Heft 5 (Mai), S. 27

Rezensent Peter Toebak
Es ist sympathisch, dass Kollegen sich immer wieder für die Zukunft von Arbido erwärmen. Stützen die Plädoyers aber auf der Annahmne, dass die fachlichen Unterschiede zunehmend geringer werden, wirkt dies wenig überzeugend. Vielleicht stimmt es, dass Bibliotheken und Dokumentationen zusammenwachsen. Sie haben, abgesehen von der Bewahrfunktion, (teilweise) dieselben Fachinteressen, Objekte (Ressourcen) und Herausforderungen. Es ist aber dilettantisch, zu denken, dass auch die Unterschiede mit den Archiven abnehmen bzw. dass z.B. Records Manager und Dokumentalisten ungefähr das Gleiche tun.

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Josef Herget: Informationsmanagement, ein schillerndes und vieldeutiges Konzept. Entstehung und Relevanz

Arbido, 20 (2005), Heft 3 (März), S. 5 - 6

Rezensent Peter Toebak
Der Autor behandelt aus der Sicht eines IuD-Spezialisten den Begriff "Informationsmanagement" und seinen Werdegang seit etwa 1980. Unterschiedliche Disziplinen haben sich ohne viel Erläuterung dieses Begriffs bedient, womit insbesondere die interdisziplinäre Diskussion natürlich nicht gefördert wurde. Verständnis entsteht erst durch klare Abgrenzungen und bei einer klaren Fachterminologie. Thematisieren der Unterschiede ist m.E. notwendig, damit auch die Gemeinsamkeiten und Synergien zum Vorschein kommen können.

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Die Behördenbibliothek im Zeitalter elektronischer Information. Leipziger Memorandum der Arbeitsgemeinschaft der Parlaments- und Behördenbibliotheken

Bibliotheksdienst. Organ der Bundesvereinigung deutscher Bibliotheksverbände (BDB), 38 (2004), Heft 5 (Mai), S. 627 - 636

Rezensent Peter Toebak
Behördenbibliotheken enthalten relevante und aufbereitete Informationen für die Arbeits- und Entscheidungsprozesse einer Verwaltung. Es kann sich dabei um physische und elektronische Daten und Dokumente handeln: Verlagsliteratur, Graue Literatur (Publikationen, Gutachten, Tagungsberichte), Amtsschriften, Bücher, Loseblattwerke, Zeitschriften, Gesetz- und Verordnungsblätter, Datenbanken. Neben Unterschieden sind auch Übereinstimmungen mit dem Bereich Records Management ersichtlich.

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Thekla Kluttig, Robert Kretzschmar, Karl-Ernst Lupprian, Wilfried Reininghaus, Udo Schäfer, Barbara Schneider-Kempf und Günther Wartenberg: Die deutschen Archive in der Informationsgesellschaft. Standortbestimmung und Perspektiven

Der Archivar. Mitteilungsblatt für deutsches Archivwesen, 57 (2004), Heft 1 (Februar), S. 28 - 36

Rezensent Peter Toebak
Das Pendel schwingt in Deutschland wieder zurück. Die Kulturseite des Archivwesens erhält in den Diskussionen zunehmend Gewicht, wie dies z.B. auch in den Niederlanden stattfindet. Zusammenarbeit zwischen Archiven und historischen Wissenschaften und Kooperation mit Bibliotheken und Museen werden thematisiert und z.T. auch bereits realisiert. "Die Archivwissenschaft war in den letzten Jahren vorrangig auf verwaltungswissenschaftliche Ansätze ausgerichtet; heute erscheint eine Rückbesinnung auf ihre quellenkundliche Dimension dringend erforderlich" (34).

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Hansjoachim Samulowitz und Marlies Ockenfeld: Bibliothek und Dokumentation. Eine unendliche Geschichte

Nachrichten für Dokumentation (NfD). Zeitschrift für Informationswissenschaft und -praxis, 54 (2003), Nr. 8 (Dezember), S. 453 - 462

Rezensent Peter Toebak
Die Autoren stellen an Hand einer historischen Übersicht dar, wie das Bibliotheks- und das Dokumentationswesen in Deutschland (aber z.B. auch in der USA) auseinander gedriftet sind, oder noch besser: einander nie wirklich gefunden oder richtig verstanden haben.

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Frank von Hagel und Jörn Sieglerschmidt: Dokumentation in Museen, Bibliotheken und Archiven

Nachrichten für Dokumentation (NfD). Zeitschrift für Informationswissenschaft und -praxis, 53 (2002), Nr. 6 (August/September), S. 347 - 354

Rezensent Peter Toebak
Museen, Archive und Bibliotheken sind "dokumentierende Institutionen" mit Bewahrfunktion. Es gibt dazwischen "eher vernachlässigenswerte Abweichungen in einzelnen Punkten". Sie "weisen (...) weit mehr Gemeinsamkeiten (...) auf" (347). Alle sammeln (bzw. übernehmen), konservieren und restaurieren, erforschen, erschliessen und vermitteln, so der wohl sehr simple Gedankengang der Autoren. Es sollte klar sein, Von Hagel und Sieglerschmidt basieren bei diesen Äusserungen auf schwachen, unscharfen Begriffen, Konzepten und Nachweisen.

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